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Darmkrebsfrüherkennung

Beim Darmkrebs handelt es sich fast immer um ein sogenanntes Adenokarzinom des Dickdarms (Kolonkarzinom) oder des Mastdarms (Rektumkarzinom). Man spricht daher auch vom Kolonkarzinom. Krebserkrankungen des Dünndarms kommen dagegen nur sehr selten vor.

Jährlich erkranken in Deutschland circa 35.000 Männer und ebenso viele Frauen an Darmkrebs. Damit ist Darmkrebs die zweithäufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste Krebstodesursache überhaupt. 2006 machte Brustkrebs 13,5 Prozent der Tumoren aus, Darmkrebs 12,9 Prozent. Bei der Darmkrebs-Inzidenz steht Deutschland in Europa für Frauen an erster und für Männer an vierter Stelle.

Darmkrebs ist eine Erkrankung, die sich zunächst langsam über Jahre bis Jahrzehnte entwickelt, sodass der/die Betroffene anfangs keinerlei Symptome oder Beschwerden verspürt.

Es bilden sich zunächst Wucherungen der Schleimhaut, die als Adenome oder auch Polypen bezeichnet werden. Adenome sind noch kein Krebs, werden aber als Vorstadium des Darmkrebses und als ernstes Warnsignal angesehen, da sie sich zu bösartigen Tumoren entwickeln können.

Eine umfassende Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine gründliche Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße, Abhören des Herzens und der Lunge, Abtasten des Bauches mit der Suche nach Verhärtungen, rektale Untersuchung und Betrachten der Haut/Schleimhaut.
  • Laboruntersuchungen - Hämoccult-Test: Hierbei handelt es sich um einen Test, der verstecktes (okkultes) Blut im Stuhl nachweist. Hierfür werden dem Patienten 3 Testbriefchen zum Auftragen von erbsgroßen Stuhlproben mitgegeben. Bei diesem Test ist zuvor eine besondere Diät für 3 Tage einzuhalten.

Bei auffälligem körperlichen Untersuchungsbefund und/oder positivem (krankhaften) Stuhl-Test ist eine weitere Abklärung z.B. durch eine Koloskopie unabdingbar!